Renatistisches Liedgut - Die schönsten Versammlungslieder

 

Last!

Last- ich glaub, ich habe eine
Last- die ist wirklich schwer
Last- nimmt sie mir einer ab? -Last.

Als ich noch jünger war, viel jünger als heu-te
dachte ich: trag die Last – alleine, wenn es geht.
(Wo)Wo sind die Jahre nun, ich werd sentimen-tal
Ich bin zu schwach, die Last zu schwer, nimmt sie mir einer ab?

Wenn du kannst, dann nimm sie, bin so schwa-ach.
Werf sie in einen Fluß, o-der einen Ba-ach.
Werf sie weg, ich habe keine Kra-aft.
Nimmt sie mir - einer ab, die Last, helft mir!

Jetzt ist mein Leben anders, -  völlig unbeschwert.
Renate kam, zu mir nach Haus, und hat mich dort bekehrt.
(Doch) Doch jedes Mal, wenn ich sie seh, werd ich nervö-ös,
Ich weiß ich brauch, sie nötiger, mein Keller ist noch groß.

Wenn du kannst, dann nimm sie, bin so schwa-ach
Werf sie in einen Fluß, oder einen Ba-ach.
Werf sie weg, ich habe keine Kra-aft.
Nimmt sie mir – einer ab, die Last, helft mir!

Renate kam zu mir, und nahm mir meine La-ast
Sie macht es schnell, nicht kompliziert, und ganz ohne Rast.
(Die) Die Tage sind dahin, es starb die große Frau.
Sie kippten Öl, ganz über sie, und riefen: „Stirb du Sau!“

Helft ihr wenn ihr könnt, ihr seid nicht schwa-ach.
Lasten in die Hand und in den Ba-ach!
Werft sie weg, mit verein-te-er Kraft.
Hilf Renate, hilft sie dir, helf ihr, helf ihr, Renate – u-uh.

(Michael Wohlmeyer, Jana „Bitter“ Lemon, 2009)

 

Renate half mir Brücken bauen

Renate half mir Brücken bauen,
gab mir den Mut zum ersten Stein
Dürft euch auf meine Brücken trauen,
und wenn sie einstürzt, falln wir rein.

Ich falle gern auf weichen Boden,
der frisch gefegt und lastlos ist,
Legt euch dazu mit müden Beinen,
ob Renathut ob Renapist.

Renate hilft mir Brücken bauen,
wo alle tiefe Flüsse sehn
Ich bau im Kreis, wie auf der Oder,
Renate kanns von oben sehn.

Renate half mir Brücken bauen,
damit wir dann darübergehn.
Dürft euch auf meine Brücken trauen,
man kann –glaub ich- ganz gut drauf stehn!

(Mitte des 21.Jahrhundert / Verfasser unbekannt)

 

Mach uns leichter jeden Tag

Lastenausgleich jeden Tag! Laß uns nicht al-lein.
Sie hat uns das Wort gegeben, stets bei uns zu sein.
Denn nur du, Renate, denn nur du, Renate –
hast die Welt in deiner Hand, laß uns nicht allein.

Deine Lehre von den Dingen! Laß uns nicht al-lein.
Wie wir mit uns selber ringen, unbeschwert zu sein.
Denn nur du, Renate, denn nur du, Renate –
hast uns alle in der Hand, laß uns nicht allein.

Mach uns leichter jeden Tag! Laß uns nicht allein.
Du hast uns dein Wort gegeben, stets bei uns zu sein.
Denn nur du, Renate, denn nur du, Renate –
führst uns aus dem Stillstand raus. Laß uns nicht allein.

Pasewalker Brunnenbekenntnis (22.Jhr.)

 

Der Königin

Es ist eine Art Wunder
Es ist eine Art Wunder
Ein Wunder
Ein Traum, eine Seele, eine Last
Ein Ziel, ein goldener Gedanke an Morgen
Es ist eine Art Wunder
Ein schweres Gewicht, das einen Weg weist
Niemand von uns kann diesen Berg verladen.
Es ist eine Art Wunder
Es klingelt in deinem Kopf
Es geht ein Frachttor auf
Es ist eine Art Wunder
Wir warten nicht darauf
Der Tag wird Wunder bringen
Ist es eine Art Wunder?
Es ist eine Art Wunder.
Es kann nur Eine geben,
des Werk in tausend Jahren nicht erledigt scheint.
Schnell wird sie wieder gehen,
das Herz, das in mir brennt.
Ich höre von ihren Taten
Es ist eine Art Wunder
Es klingelt in deinem Kopf
Es geht ein Frachttor auf
Es ist eine Art Wunder
Es ist eine Art Wunder
Es kann nur eine geben
des Werk in tausend Jahren nicht erledigt scheint
aber es ist bald, es ist bald
es ist bald soweit
denn es ist eine Art Wunder
denn es kann nur eine geben,
des Werk in tausend Jahren nicht erledigt scheint,
es ist bald soweit
Wunder, eine Art Wunder
Es ist eine Art Wunder
Wunder, Wunder, Wunder, Wunder
Ein Wunder
Es ist eine Art Wunder.

(Roger Teiler)

 

Nach allen Lasten

Nußmannkonzert, ganz kurz nach zehn
auf dem Rollplatz stehn Kommandos
an der Warte blieb sie stehen,
mit einer Ahnung, aber hilflos
und Lakarier überall,
mit atomgetriebenen Dolchen,
wir versteckten uns
hinter einem Baum,
während sie Renate zusammenschlugen.

Nach allen Lasten, wird bei uns dann kein Stillstand mehr sein
alles Schwere, alles Beladene sagt man,
ist gut von Renate verborgen, und dann,
wäre was uns schwer und wuchtig erscheint,
plötzlich sehr gut verteilt.

Ich geh manchmal noch nach Treptow
an die Sternwarte, wo wir standen
und den Baum, er ist verdorrt,
hinter dem wir alle standen
dann ruht die Schwere dieses Tags
auf mir wie ein Donnerregen
ich trauere ihr noch lange nach,
warum blieb sie nicht am Leben?

Nach allen Lasten, wird bei uns dann kein Stillstand mehr sein
alles Schwere, alles Beladene sagt man,
ist gut von Renate verborgen, und dann,
wäre was uns schwer und wuchtig erscheint,
plötzlich sehr gut verteilt.

(Max Mai)